...was ich noch sagen wollte...

This is how I work

Nur – und ausschließlich deshalb – weil es eine Aufforderung der geschätzten Susy war, will ich ausnahmsweise das zugeworfene Stöckchen aufheben, anstatt es in meinem Wildgarten verrotten zu lassen und die Fragen meines Blog- und Arbeitsverhaltens beantworten:

Blogger-Typ:
Also, darüber habe ich mir nun wirklich noch nie Gedanken gemacht. Gedanken! Ja, genau, das ist es wohl. Wenn sich spontane Gedankengänge so weit manifestieren, dass sie typischerweise während eines Vollbades oder einer Autofahrt (die ich seltsamerweise ähnlich entspannend finde) eine kleine Geschichte formen, dann weiß ich, dass es wieder an der Zeit ist, einen Beitrag zu tippen. Das passiert oder es passiert eben nicht. Ungeplant. Unkoordiniert.

Gerätschaften digital:
Sony Vaio Duo 11
HTC One 32GB
Canon 5D Mk II
Desktop-PC mit NAS und den üblichen Peripheriegeräten
Kindle und andere kleinere und größere Helferleins in Haushalt und Auto

Gerätschaften analog:
Ein paar Kugelschreiber nenne ich noch mein Eigen, die viele, viele lose Zettel beschmieren, die ich wenige Stunden später nicht mehr entziffern kann oder erst überhaupt nicht mehr wiederfinde. Und mechanische Uhren.

Arbeitsweise:
Wie schon oben erwähnt, wenn sich Gedanken zu kleinen Geschichten manifestieren, dann ist es Zeit für einen Beitrag. Meist sind das Dinge, die mich ärgern, die Unverständnis in mir wecken oder von denen ich meine, dass der Medienkonsument in eine bestimmte Richtung gedrängt wird. Und dann gibt es natürlich auch noch Persönliches, das mich akut beschäftigt und das ich exhibitionischtisch im Netz präsentiere (z.B. mein „Nichtrauchertagebuch“ oder meine melancholischen Burggasse-Erinnerungen). Unabhängig davon, wovon/worüber ich schreibe – es gibt zuvor ein gedankliches Grundgerüst, das meist spätabends zu Bildschirm gebracht wird.

Wel­che Tools nutzt du zum Blog­gen, Recher­chie­ren und Bookmark-Verwaltung?
WordPress zum Bloggen, das Allerwelts-Recherche-Werkzeug Google und Wikipedia. Bookmark-Verwaltung? OK, jetzt weiß ich, warum ich oft kleine Ewigkeiten nach einer Seite suche, auf der ich vor einiger Zeit etwas Interessantes gelesen habe… 😀 Ich hasse starre Organisation! Wer Ordnung hält, ist bloß zu faul zum Suchen! 😉

Wo sam­melst du deine Blogideen?
Siehe oben. Ich sammle keine Blogideen, wenn welche auftauchen, werden sie gegebenenfalls zum Blog-Beitrag – aber nicht zwangsläufig.

Was ist dein bes­ter Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?
Nicht für alles gibt es einen Trick. Ich zumindest habe fürs Bloggen keinen. Ist ein gedankliches Grundgerüst vorhanden und mangelt es nicht an Zeit und Laune, setze ich mich hin und schreibe. Fehlt die Zeit, zweige ich sie mir manchmal einfach ab. Fehlt es hingegen an Lust und Laune, hilft ohnehin nichts, dann gibt es einfach kein Geschreibsel.

Benutzt du eine To-Do-List-App?
Natürlich nicht! Wenn ich für ein Hobby Tricks, (Arbeits)Listen und streng organisierte Planung brauche, interessiert mich diese Beschäftigung nicht. Es muß Spaß machen – und es macht nur dann Spaß, wenn es ungezwungen funktioniert.

Gibt es neben Tele­fon und Com­pu­ter ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?
Es ist mehr als nur theatralisch, wenn man behauptet, ohne ein Gerät (!) nicht leben zu können! In kritischen gesundheitlichen Situationen kann mensch nicht ohne Herz-Lungen-Maschine leben, aber sonst…?!
Natürlich gibt es viele Geräte, die ich nicht mehr missen möchte – ich liebe elektronisches Licht, ohne vorher dutzende Kerzen anzünden zu müssen; ich liebe eine im Winter warme Wohnung, ohne zuvor Holz sammeln und anzünden zu müssen; ich bin dankbar für mein tägliches Warmwasser; bin froh, nicht mit dem Pferd ins Büro reiten zu müssen und schätze die Annehmlichkeiten unserer Zeit. Darüber hinaus bin ich ein verspielter Technik-Freak, der gerne alles Neue zumindest ausprobieren will.

Gibt es etwas, das du bes­ser kannst als andere?
Das hoffe ich. Diese Frage objektiv zu beantworten, steht allerdings nicht mir zu.

Was beglei­tet dich musi­ka­lisch beim Bloggen?
Nichts.

Wie ist dein Schlafrhyth­mus – Eule oder Nach­ti­gall Lerche?
Ich bin wohl das Paradebeispiel eines Nachtmenschen. Erst jenseits von Mitternacht laufe ich auf Hochtouren und wer meint, mich vormittags in ein wichtiges, elementares Gespräch verwickeln zu müssen, hat schon die eine oder andere (böse) Überraschung erlebt.

Eher intro­ver­tiert oder extrovertiert?
Wie so oft im Leben, es gibt nicht nur schwarz und weiss – bei vertrauten Menschen würde ich mich durchaus als extrovertiert bezeichnen, oft mit einem Hang zum Dauerreden, Fremde können aber schon mal den Eindruck eines introvertierten Menschen von mir haben. Oder wenn mich Gesprächsthemen und -teilnehmer so überhaupt nicht interessieren, mag sich mein Desinteresse auch in vermeintlicher Introvertiertheit äußern.

Wer sollte diese Fra­gen auch beantworten?
Niemand, damit mit der Stöckchenwerferei endlich Schluß ist! 😛

Der beste Rat, den du je bekom­men hast?
Nutze die Zeit und mach das, was dir Spaß macht. Schon in wenigen Jahren hast Du vielleicht nicht mehr die Gelegenheit dazu!

Noch irgend­was wichtiges?
Das wirklich Wichtige im Leben sollten wir vor/neben/bei uns haben und weder im Internet suchen, noch dort zur Schau stellen!

Und wen es interessiert, wer dieses „Spiel“ initiiert hat und/oder gar die bisher gegebenen Antworten lesen mag: Isabella Donnerhall hat’s erfunden und die Sammlung der Antworten gibt es hier.

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Kommentare

  1. Etosha  Mai 27, 2013

    Wenn ich gewusst hätte, dass du das Stöckchen als Bürde empfindest… hätte ich dich trotzdem beworfen! 😀 Das gehört dazu, willkommen in der Blogosphäre! 😉
    Sehr zackig! Wir dürften uns da und dort recht ähnlich sein.

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